Schwoaze helfen

Kling, Börserl, klingelingeling.

Von Nikolai M. Soran

Alle Jahre wieder beginnt der Weihnachtsrummel aufs Neue: Ein Einkaufsmarathon jagt den nächsten und die Glühweinstände schießen an allen Ecken und Enden der Innenstadt aus dem Boden. Und die schwierige Frage, ob nach der obligatorischen Vanillekipferl-Orgie die Hose im Jänner auch noch passen wird, raubt einem obendrein den bitter nötigen Schlaf inmitten all der Aufregung und des Stresses. Nicht gerade viel, was auf Ruhe und Besinnlichkeit hindeutet.
Doch zumindest die Nächstenliebe verliert sich dank vieler verschiedener Spendenaktionen nicht im Strudel von Konsum und Kalorien.
Das Ö3-Weihnachtswunder ist mittlerweile ebenso bekannt wie „Last Christmas“ von Wham, Vereine/Stiftungen wie „Licht ins Dunkel“ und „Nachbar in Not“ gehören schon lange zum medialen Standardrepertoire in der Weihnachtszeit. Andere Spendenaktionen sind dagegen weitaus weniger bekannt. Größere Aufmerksamkeit verdienen jedoch auch diese allemal.
S wie Spenden
Fußballfans werden gerne – doch in der Regel völlig zu Unrecht – mit vielen negativen Dingen in Verbindung gebracht: schlechte Manieren, Gewalt, Rechtsextremismus, niedriger IQ.
Dass Fußballfans jedoch durch soziales Engagement auffallen, ist eher selten, in der hiesigen Medienlandschaft findet sich oft leider nicht einmal ein kurzer Hinweis auf etwaige Projekte. Und das obwohl in dieser Hinsicht viel auf die Beine gestellt wird. Von verschiedenen Seiten. Auch von den organisierten Anhängern des SK Sturm.
„Schwoaze helfen 2016“
Unter dem Projektnamen „Schwoaze helfen 2016“ wurde in diesem Herbst/Winter bereits zum 2. Mal zum Spenden für den guten Zweck aufgerufen.
Nach dem überwältigenden Erfolg im Jahr 2015 mit ca. 23.000 Euro schien eine Neuauflage 2016 fast schon selbstverständlich.
Aktuell steht das Spenden-Barometer bei knapp 25.000 Euro (Stand: 30. Dezember 2016) – ein neuer Rekord!

In der Vergangenheit kam das gesammelte Geld neben der Sturm-Jugend zum größten Teil der Frühgeburtenstation des Grazer Universitätsklinikums sowie dem SOS Kinderdorf zugute.
Aber auch an bedürftige Vierbeiner wurde gedacht: Das Tierheim „Purzel und Vicky“ durfte sich schon über einen Geldbetrag von Seiten der schwarz-weißen Anhängerschaft freuen.
Dieses Jahr steht vor allem ein 11-jähriges Mädchen aus dem Murtal im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Das Kind leidet an ­Mukoviszidose, einer Erbkrankheit, welche die Lungenfunktion schwer beeinträchtigt. Durch eine sogenannte Katzenschnurrtherapie kann jedoch Abhilfe geschaffen werden. Da diese jedoch leider mit einem nicht unerheblichen finanziellen Aufwand verbunden ist, sollen die Anschaffungskosten von ca. 1.000 Euro nun durch Spendengelder gedeckt werden.
Weiters wird auch „Make a wish“ unterstützt: Diese Organisation versucht, Herzenswünsche schwer kranker Kinder zu erfüllen, und ist daher für jeden Euro dankbar.
Im Vinzidorf freute man sich – so wie schon im Vorjahr – über den Besuch einiger eifriger Sturm-Fans, die für einen Tag die Küche übernahmen und den Bewohnern selbstgemachtes Kartoffelgulasch auftischten.
Nicht nur in der Weihnachtszeit sollte ein jeder ab und zu daran denken, dass es Menschen gibt, die weniger Glück im Leben hatten und denen es nicht so gut geht.
Damit der Inhalt des Börserls nicht ausschließlich in der Kassa irgendeines Geschäfts verschwindet.

Unter www.kollektiv1909.at kann man sich umfangreich über „Schwoaze helfen 2016“ und weitere Projekte der organisierten Anhängerschaft des SK Sturm informieren.