Friedrich Kleinhapl, Foto: Christian Jungwirth
Friedrich Kleinhapl, Foto: Christian Jungwirth

„Cellospielen ist für mich wie Atmen – einfach lebensnotwendig.“

Wer Friedrich Kleinhapl an seinem ­Instrument erlebt, dem wird augenblicklich klar: dieser Mann spielt nicht Cello – er ist das Cello.
Seine Musik ist suggestiv und leidenschaftlich, denn in seinem Spiel geht es immer um alles – nicht nur um das Schöne sondern um das Leben. Schon sein Pariser Lehrer Philippe Muller meinte, „Friedrichs Spiel hat etwas, das es nur gibt, wenn jemand wirklich etwas zu sagen hat.“
Diese Kompromisslosigkeit erfordert Risikobereitschaft und Mut. Beides bringt der Cellist in hohem Maß auf. Sein Leitfaden ist dabei Gustav Mahlers Ausspruch: „Tradition ist nicht die Verehrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“ Oft verlässt Friedrich Kleinhapl ausgetretene Pfade oder vertritt unkonventionelle Positionen auch gegen die Tradition.
Das betrifft ebenso seine individuelle Technik, die er in Paris entwickelt hat, sein persönliches Cello Set-up und die eigens für ihn konstruierten Cellobögen wie seine Programme, die zunehmend speziell für ihn geschrieben werden.
Sein internationaler Erfolg als Solist und Kammermusiker gibt ihm Recht. Kritiker der New York Times, der Washington Post und vieler anderer großen Zeitungen heben die Größe und Brillanz seines Tons und seine Ausdruckskraft hervor.
Der renommierte deutsche Kritiker Attila ­Csampai schreibt im Magazin Stereoplay: 
„Was Friedrich Kleinhapl auf seinem mächtigen ­Guadagnini-Cello und der gleichaltrige Andreas Woyke auf dem großen Fazioli an Leidenschaft, an subversivem Furor, an herber Schönheit und unbequemer Wahrheit ausbrechen lassen […] – das hat man bisher selbst von den Ikonen der Zunft so rigoros und unbestechlich noch nicht zu hören bekommen …“
Aber nicht nur musikalisch geht Friedrich Kleinhapl eigene Wege. Auch mit seiner Kulturpartnerschaft mit der HYPO Steiermark ging er 2003 eine Kooperation ein, die einzigartig ist und seither zahlreiche außergewöhnliche Kunstprojekte ermöglicht.
Gemeinsam mit seinem langjährigen Duopartner dem Pianisten Andreas Woyke und den beiden Schauspielern Gerti Drassl und Michael Dangl trägt er mit einem Programm, das seine Frau Heidrun Maya Hagn geschrieben hat „About Mendelssohn – Zwiegespräch zwischen Felix und Fanny im Jenseits“ zur Restaurierung des Minoritensaals bei.


Konzert 27. November 2019, Beginn: 19:30 Uhr im Grazer Minoritensaal


https://kleinhapl.com