Romantik statt Party

Blühende Mandel- und Orangenbäume, Fischer, die ihren frischen Fang anbieten, und idyllische Ruhe abseits durchtanzter Partynächte: das ist Mallorca im November!

Text und Fotos: Katharina Gründl

VERTRÄUMT.  Im Hafen von Sóller lassen sich im November die schönsten Sonnenuntergänge erleben.
VERTRÄUMT. Im Hafen von Sóller lassen sich im November die schönsten Sonnenuntergänge erleben.

Wer den ganzen Tag auf seinem Strandtuch in der glühenden Sonne braten möchte oder in den Ballermann-Clubs die Nächte bis zum Morgengrauen durchtanzen möchte, der sollte sich im November besser nicht auf eine Reise nach Mallorca begeben. Wer aber die idyllische Schönheit der Landschaft, die blühenden Mandel- und Orangenbäume und die betörende Ruhe genießen möchte, dem kann ich einen Trip auf die Mittelmeerinsel nur wärmstens ans Herz legen.
Fisch und Oliven
Nach zwei Stunden im Flugzeug weht einem der warme Wind um die Ohren und die Winterjacke lässt sich bei angenehmen 20 bis 23 Grad auch gleich wieder in den Koffer packen. In Palma gelandet, begebe ich mich auf die Fahrt nach Sóller, etwa eine halbe Autostunde von der Hauptstadt entfernt. Besonders reizvoll ist die Fahrt dorthin mit der historischen Eisenbahn, die seit 1912 in Betrieb ist und neben dem Personenverkehr auch als Transportmittel für Waren wie Oliven, Mandeln und Fische genutzt wurde. Die Fahrt erstreckt sich über 27,3 Kilometer und endet in der Ortschaft von Sóller. Dort steige ich in die Straßenbahn um, die nach etwa 25 Minuten Fahrzeit in Puerto de Sóller, dem Hafenviertel, ankommt. Vom touristischen Treiben in den Sommermonaten ist hier kaum noch etwas zu erahnen.  Die Einheimischen haben hier wieder das Zepter übernommen und täglich kommen Fischer mit ihrem frischen Fang in den Hafen, um dort ihre Geschäfte zu machen. Sehr sehenswert ist auch die über 400 Jahre alte Ölmühle der Familie Det, die noch nach traditionellen, handwerklichen Methoden ihr Olivenöl herstellt und eigene Orangenplantagen betreibt.

Pulsierende Hauptstadt
Nach zwei entspannenden Tagen in der kleinen Hafenstadt Sóller geht es zurück nach Palma de Mallorca, das auch im November für alle Geschmäcker das passende Angebot zu bieten hat: Sightseeing in den Wintermonaten ist hier ein besonderes Erlebnis, denn die langen Schlangen vor der Kathedrale und den Museen sind längst verschwunden. Auch für Shoppinghungrige ist viel mehr Platz als in der Hochsaison und die Besitzer der kleinen Läden nehmen sich viel Zeit, tratschen und erzählen und wirken alle selbst viel entspannter. Und was darf natürlich auf keinen Fall fehlen? Klar, das kulinarische Spanien! In Palma angekommen,  zieht es mich wie jedes Mal in meine Lieblings-Tapas-Bar La Boveda, ganz nah neben der Kathedrale gelegen. Hier werden Köstlichkeiten wie frittierte Tintenfische, Pilze mit Roquefort, die kleinen grünen, gegrillten Paprikaschoten mit Meersalz, Chorizo in Weinsoße und, und, und auf die kleinen Teller gezaubert. Wer es nicht nur ruhig und kulinarisch, sondern sportlicher haben möchte, der kann sich entweder noch ins etwa 18 bis 20 Grad warme oder kalte Wasser wagen oder den neu umgebauten Tennisclub im Herzen der Stadt besuchen, der seit eineinhalb Jahren vom schwedischen Hotelier-Ehepaar Michael und Johanna Landström betrieben wird. Wenn Sie also den winterlichen Temperaturen und dem heimischen Nebel entfliehen möchten, dann nichts wie rein ins Flugzeug …


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Hotel Portixol und Espléndido