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... mit den Wander- und Radltipps der steirischen Naturfreunde! Exklusiv für grazIN-Leser berichten Rene Stix, Geschäftsführer der Naturfreunde Steiermark, und Naturexperte Jürgen Petrzilek über ausgewählte Wanderwege und Radtouren ins Grazer Umland.


Kesselfall Foto: Naturfreunde, Jürgen Petrzilek

Kurze Tour für die ganze Familie durch die Kesselfallklamm

Klammwanderungen haben immer ein besonderes Flair – so auch die wildromantische Kesselfallklamm, die nicht nur durch einen besonders kurzen Zustieg in die Klamm selbst besticht, sondern am Rückweg noch ein Highlight in Form eines riesigen Steintores bietet. Ein Ausflug lohnt sich allemal!
Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der Parkplatz beim Gasthof Sandwirt, den wir über die Kesselfallstraße – gut beschildert – finden. Vom Sandwirt aus überqueren wir zunächst eine Brücke und halten uns dann in nördlicher Richtung immer dem Bach entlang, bis wir schon nach kurzer Zeit den Klammeingang mit einem Kassahäuschen erreichen. Hier wird um eine freiwillige Spende gebeten, und wenn man sieht, wie liebevoll die Klamm gestaltet ist, gibt man diese auch gerne Spende ab.

Kaum befindet man sich in der Klamm, wird es auch schon mystisch. Der Wald wird dichter und das Plätschern des Baches und das Getöse des herabfallenden Wassers nimmt immer weiter zu. Über Sprossen, Leitern, Brücken und Stege erklimmen wir Schritt für Schritt die Klamm. Das Sonnenlicht, das durch das Blätterdach dringt, erzeugt je nach Tageszeit unterschiedliche Stimmungen und erweckt den Eindruck eines verzauberten Waldes. Lassen Sie sich Zeit und genießen Sie – es ist einfach ein wunderbares Erlebnis!

Das Ende der Klamm markiert die Kerschbaummühle. Dort wenden wir uns Richtung Süden und es geht den Wald kurz steiler hinauf, bis wir das riesige Steintor erreichen, eine Gesteinsformation, die sich völlig unvermutet auf einmal aus dem Wald erhebt. Auch hier sollte man sich Zeit lassen und die Eindrücke auf sich wirken lassen.

 

Daten & Fakten:
Ausgangspunkt/Endpunkt: Parkplatz Gasthof Sandwirt
Gehzeit: ca. 1,5 Stunden
Höhenmeter im Aufstieg: ca. 150
Höhenmeter im Abstieg: ca. 150
Weglänge: ca. 2,8 Kilometer
Charakteristik: Kurze Wanderung für die ganze Familie



Fuchskogel Foto: Naturfreunde, Jürgen Petrzilek

Über den Fuchskogel ins „Bermuda-Dreieck“

Zwischen Übelbach und Frohnleiten verbirgt sich eine wunderbare Almwelt mit unscheinbaren Gipfeln, endlosen Almwiesen, einigen spektakulären Felsformationen und einer traumhaften Vegetation. An schönen Tagen kann man den Blick weit schweifen lassen, und 3 äußerst gemütliche Almhütten begründen den Begriff „Bermuda-Dreieck“.
Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der Parkplatz beim Gasthof Ebenwirt. Wir starten in nördlicher Richtung zuerst der Straße, dann einem Wirtschaftsweg entlang durch das Gehöft Fuchs. Es folgt ein gemütlicher, mäßig ansteigender Wanderweg durch den Wald. Zwischendurch haben wir immer wieder schöne Lichtungen, die Blicke Richtung Röthelstein und Rote Wand freigeben. Am Fuchskogel selbst, dessen Gipfelkreuz sich auf einem Steinplateau befindet, ist der Baumbestand üppig.

Im „Bermuda-Dreieck“ unserer Wanderung finden wir zunächst die Gmoa-Alm-Hütte, dann, weiter westlich, die Plotscherbauer Hütte und schließlich, nach einer kurzen Waldpassage, die dritte und letzte Hütte des Dreiecks – die Schwoa-bauer Hütte. Von dort geht es sanft ansteigend über Wiesen und alte Karrenwege auf den Kamm, der kurz vor der Gmoa Alm mit spektakulären Felsblöcken gesäumt ist, die aussehen wie eine Skisprungschanze. Der Abstieg von der Gmoa Alm erfolgt über die Aufstiegsroute.


Daten & Fakten:
Ausgangspunkt/Endpunkt: Gasthof Ebenwirt
Gehzeit: ca. 4,75 Stunden
Höhenmeter im Aufstieg: ca. 620
Höhenmeter im Abstieg: ca. 620
Weglänge: ca. 11 Kilometer
Charakteristik: leichte Wanderung für die ganze Familie



Platte  Foto: Naturfreunde, Jürgen Petrzilek

Mountainbike Runde „Easy Platten-Rodeo“

Vom Geidorfplatz hinter dem Institut für Sportwissenschaft durch das große Eisentor und hinauf auf den Rosenhain. Vorbei am romantischen Cafe Rosenhain und weiter hinauf in Richtung Platte. Ist der Stoffbauer passiert, fährt man immer entlang des Kamms entlang der Straße bis ganz hoch zum Plattenkreuz. Dort angelangt nach rechts abbiegen und aufwärts bis zum Top-Aussichtspunkt mit Blick auf die ganze Stadt, dann noch ein paar Höhenmeter zur Stefanienwarte, den höchsten Punkt unserer Rundtour. Gleich hinter der Sitzbank hinter der Warte geht es einen einfachen Trail zurück zum Plattenkreuz.
Diesmal überqueren wir die Straße am Plattenkreuz und folgen dem Schotterweg, der uns ein wenig später durch ein kurzes Waldstück links hoch bis zu einer kleinen Wiese mitsamt feiner Aussicht in Richtung Dürrgraben und Hauenstein führt.

Wieder geht’s abwärts, wir fahren einen schmalen Trail durch den Wald bis zur großen Plattenwiese. Dieser wildromantische Fleck Graz wird entlang des Weidezauns in Richtung Norden gequert. Nach dem Wiesenplateau geht es abwärts und schließlich wieder in den Wald bis zur Einfahrt des „Enzi“-Trail, der wohl bekanntesten Mountainbike-Strecke im Nahgebiet von Graz.
Nach einer „flowigen“ Abfahrt am Trail kommt man runter in den Dürrgraben und fährt die teils sehr steile Asphaltstraße wieder aufwärts zur östlichen Seite der Platte.


Daten & Fakten:
Dauer: 1 Stunde 30

Anstieg: rund 500 Höhenmeter

Distanz: 12 Kilometer



Schöcklblick  Foto: Naturfreunde, Jürgen Petrzilek

Mountainbike-Runde „Rauf auf den Schöckl“

Wir orientieren uns von Graz kommend Richtung Stattegg und stehen vor der ersten Herausforderung – die Leber. Steil windet sich die Asphaltstraße in die Höhe, doch wenn wir die Leber einmal erreicht haben kann man durchschnaufen. Weiter geht’s in Richtung Steingraben und dort über eine gemächlich ansteigende Forststraße den berühmten „Langen Weg“ hinauf. Wir queren die Flanke des Zwölferkogels und erreichen einen Sattel knapp unterhalb des Göstinger Forsthauses. Bald folgt eine Abzweigung in Richtung der Johann-Waller-Hütte der Naturfreunde Ortsgruppe Graz. Groß ist die Versuchung, gleich einzukehren, doch dieses Vergnügen spart man sich doch besser für die Abfahrt auf, denn nach einer zünftigen Jause fällt der weitere Anstieg doch schwerer als mit „leerem“ Magen.

Kurz wird die Straße etwas steiler, doch schon bald flacht sie wieder ab, wir passieren „Schöneben“ und folgen dem Weg, bis wir das Ende der Sommerrodelbahn erreichen. Nun noch den letzten Aufschwung, vorbei an den mächtigen Senderanlagen und einen kurzen Abstecher zum Gipfelkreuz.
Eine mehr als lohnende Radtour, die allerdings einiges an Kondition abverlangt!


Daten & Fakten:
Dauer: 3 Stunde 30

Anstieg: rund 1 km

Distanz: rund 28 km