Interview


VIELFÄLTIG

So vielfältig wie die Menschen sind auch ihre Vorstellungen, was die eigene Schönheit anbelangt. Karin Tanzer, Ärztin für Ästhetische Medizin und Unfallchirurgie, hat diese Herausforderung angenommen und wird in ihrer Ordination den Vorstellungen und Wünschen ihrer Patienten gerecht.

Sie haben Ihr breites Spektrum der Ästhetischen Medizin und Unfallchirurgie um die Kryoli­polyse erweitert. Um was geht es dabei genau?

Dabei handelt es sich um eine Kälte­therapie, bei der die Fettzellen bei minus vier Grad gekühlt werden. Dadurch wird eine natürliche Reaktion erzeugt, bei der sich die Zellen ohne Nebenwirkungen auflösen. Werden die Problemzonen regel­mäßig behandelt, sind nach nur zwei Monaten schon die ersten positiven Ergebnisse sichtbar.


Das Empfinden von Schönheit ist sehr vielfältig und individuell. Gibt es vonseiten der Patienten besondere Schwerpunkte?

Die Erfahrung zeigt, dass natürliche Behandlungen durch Faltenunterspritzung mit Hyaloronsäure und Botox gerne angenommen werden. Dies ist aber nur wirksam, wenn die Sub­stanz in die richtige Schicht eingebracht wird. Bei richtiger Anwendung wird ein frischer und kein starrer Effekt erzielt. Aber auch die Nachfrage nach Fadenliftings steigt stetig. Dabei wird ein Faden, der sich von selbst auflöst, unter die Haut gelegt. Dadurch wird die Haut automatisch gestrafft. Die Methode ist nicht nur nachhaltig, sondern auch Schmerz- und risikoarm.

Sie bieten Ihren Patienten auch die Möglichkeit der Mesotherapie, die nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern sehr gefragt ist.
Ja, weil die Mesotherapie nicht nur bei der Behandlung von Cellulite, Bindegewebsschwäche oder Falten, sondern auch bei Haarausfall erfolgreich ist. Durch eine eigene Zentrifuge wird Plasma produziert und vor Ort in bestehende Haarwurzeln impliziert. Dadurch werden die Durchblutung und Sauerstoff-versorgung gesteigert. Die Mesotherapie erhöht aber auch die Feuchtigkeit der Haut und wirkt der Alterung damit entgegen. Aber auch chronische Gelenk- und Wirbelsäulen-erkrankungen ­sprechen hervorragend auf diese Therapie an.

Seit 13 Jahren sind Sie auch als Unfallchirurgin tätig. Wo liegt Ihr Spezialgebiet?
Nach der Beendigung meiner Ausbildung als Fachärztin habe ich mir die Handchirurgie als Spezialgebiet ausgesucht. Dabei geht es mir nicht nur um die Behandlung von akuten Verletzungen und chronischen Beschwerden. Sanfte und innovative Methoden sind mir wichtig, um den Patienten zur ganzheitlichen Heilung, Gesundheit und auch Schönheit zu führen. Bei all der Vielfältigkeit müssen Körper, Geist und Seele als Einheit gesehen werden. Damit wird ein langer Leidensweg verhindert, aber ein neues Bewusstsein für den Körper geschaffen.


www.dr-tanzer.at