Arnold Schwarzenegger


Der Weg zum Gipfel

Er ist das Aushängeschild von Österreich, der Steiermark, von Graz: Ein Treffen mit Arnold Schwarzenegger am Würstelstand.

Wie er die Karriereleiter hinaufkletterte und welche steirischen Top-Unternehmer ein Stück vom Gipfel in Händen halten: eine Erfolgsgeschichte.

 

Von Katharina Gründl


Wenn sich in dieser Ausgabe alles um das Thema „Erfolg“ dreht, dann kommt man nicht darum herum, von dieser zufälligen Begegnung zu berichten: Es ist Vormittag, am Grazer Hauptplatz tummeln sich bereits die ersten Gäste des Weihnachtsmarktes, daneben verkaufen die Besitzer der Stände ihre ersten Würsteln und Getränke. Mitten unter ihnen steht er, begleitet von einem Bodyguard, und beißt gerade selbst in ein Würstel mit Kren: Arnold ­Schwarzenegger. Der Anlass seines Besuches in seiner Heimat ist ein weniger erfreulicher: er ist gekommen, um sich von seinem „Ziehvater“, wie er ihn immer bezeichnet hat, Alfred Gerstl, zu verabschieden, der einige Tage davor mit über 90 Jahren verstorben ist.

„Wenn ich groß bin, werde ich ein Star!“

So viel zum Grund des Besuchs. Aber warum darf diese Begegnung in diesem Artikel nicht unerwähnt bleiben? Weil gerade Arnold Schwarzenegger der Inbegriff für Erfolg ist. Als er als kleiner Bub in seiner Heimatgemeinde Thal bei Graz auf den Schulbus wartete, sagte er: „Wenn ich groß bin, dann gehe ich nach ­Amerika und werde ein Star!“ Und wie wir und auch die ganze Welt wissen, war das nicht bloß ein Traum eines kleinen Jungen, sondern es war seine Vision, die er in die Tat umsetzte. Mit viel Ehrgeiz, Fleiß und dieser, seiner Vision trainierte er Stunden um Stunden und avancierte zum vielbeachteten Bodybuilder, wagte den Sprung über den großen Teich und ging mit vielen seiner Rollen, allen voran wohl als „Terminator“, in die Filmgeschichte ein. Und obwohl er als Schauspieler beachtlichen Erfolg hatte und weltweit bekannt wurde, hörte er nicht auf, weitere Visionen zu haben. Er wollte gestalten, er wollte, wie er selbst auf Facebook- und Instagram-Postings bis heute immer wieder betont, „seinem“ Amerika, das zu seiner zweiten Heimat wurde, etwas zurückgeben. Und wurde somit 2003 zum 38. Gouverneur von Kalifornien gewählt. Allen Zweiflern und Skeptikern zum Trotz, die ihn aufgrund dieses politischen Engagements belächelten, hielt er auch in dieser Rolle an seinen Vorstellungen fest und hatte dieses Amt bis 2011 inne. Es ist dies eine Geschichte ganz wie aus dem Bilderbuch oder einem Hollywoodfilm-Drehbuch: Der in ärmlichen Verhältnissen, in einem kleinen Dorf nahe Graz aufgewachsene Bub, der es – mit Hartnäckigkeit, selbst definierten Zielen und einer gehörigen Portion Mut ausgestattet – schaffte, sich nicht von seinem Weg abbringen zu lassen und zu einer der bekanntesten Personen weltweit zu avancieren.

Die Besten der Besten

Und genau hier schließt sich der Kreis hin zum Thema „Erfolg“ oder zu jenen Persönlichkeiten, die es geschafft haben, die den Gipfel erklommen haben und zu den Top-Größen des Landes zählen. Denn sie alle haben einige charakterliche Attribute, die sie ebendort hingebracht haben, wo sie heute stehen: eine fixe Vision, Zielstrebigkeit, Fleiß, Mut und die Fähigkeit, sich auf Veränderungen einzustellen, aber dadurch nicht den Weg aus den Augen verlieren.
Genau diese Persönlichkeiten wurden kürzlich im Rahmen der top of styria 2016 geehrt. Als Trophäe gab es einen in Stahl gefassten Felsbrocken des höchsten steirischen Gebirges, des Dachsteins. Die Zahlen, die an diesem Abend die steirische Erfolgswirtschaft bezifferten, können sich mehr als sehen lassen: Die Top-100-Betriebe der Steiermark sorgen für 138.000 Jobs in unserem Bundesland und erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 28,7 Milliarden Euro. Auch an der Börse zeigten die steirischen Unternehmen (mit einem um Marktwerte gewichteten Durchschnitt der um Dividenden bereinigten Aktienrendite von 1,63 Prozent) eine durchaus positive Entwicklung. Aber auch die hohe Forschungs- und Entwicklungsquote von 4,9 Prozent (der Österreich-Durchschnitt liegt bei rund ­­3 Prozent), die hohe Exportquote von 46 Prozent (der österreichweite Wert liegt bei etwa 39 Prozent) haben die Besten der Besten zu dem gemacht, was sie eben sind. Im nachfolgenden Interview erklärt Ewald Verhounig, der Leiter des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung an der Wirtschaftskammer Steiermark, was diese Top-Unternehmer auszeichnet, warum sie so erfolgreich sind und wie es generell um den Wirtschaftsstandort Steiermark steht.