Dental oder Digital

Erstmalig in der Geschichte der Menschheit kann ausgewertet werden, wie viele Kontakte ein Mensch hat. Für Unternehmen ist der digitale Trend durchaus positiv, für Nutzer nicht unproblematisch. „Den Teufel wird man nicht mehr los“, weiß IT-Experte Daniel Trittenwein.

„Wo versteckt man am besten eine Leiche, damit sie nie gefunden wird? Auf der Seite zwei von Google.“ Ein Witz, der in Kreisen der Web-Branche fast so alt ist wie das Internet selbst. Aber was brauchen Unternehmen, um in Zukunft in der digitalen Welt erfolgreich zu sein? Und wohin geht der Trend für den Nutzer selbst?



Zahnarzt. Ganz klar. Das ist keine persönliche Meinung, sondern Fakt. „Statistisch belegt“, kommt es trocken von Daniel Trittwein auf die Frage, welchen Job es in ferner Zukunft mit Sicherheit noch geben wird. Nicht so gute Karten sieht der Experte für IT-Operations der Firma BinderTrittenwein für Personen, die etwa in der Versicherungsbranche oder als Dolmetscher arbeiten. „Jeder weiß, dass es weniger Arbeit geben wird. Die Frage ist, was Menschen und vor allem Unternehmen mit den digitalen Möglichkeiten der Zukunft machen“, so Trittenwein.
BinderTrittenwein entwickeln für Unternehmen nicht nur Ideen und erstellen Konzepte, sondern sind auch für die operative Umsetzung von Online-Projekten auf der Basis von mehr als 20 Jahren Erfahrung verantwortlich. So gut wie jedes denkbare Web-Projekt wird realisiert. Mit romantischen Ideen hält sich Trittenwein erst gar nicht auf: „An Facebook, Google, Microsoft und Amazon kommt keiner vorbei. Auch in Zukunft nicht. Es geht immer nur um die Daten und heute ist es erstmals technisch möglich, Big Data gänzlich zu verarbeiten.“ Also die Menge, Geschwindigkeit und Unterschiedlichkeit von Daten gesammelt auszuwerten.

Und der Kuchen wird aufgeteilt: ­Facebook zeigt, was wir gerne suchen, und Google zeigt an, was wir suchen. „Wo versteckt man am besten eine Leiche, damit sie nie gefunden wird? Auf der Seite zwei von Google.“ Dieser Witz aus der IT-Branche ist nicht neu, aber bezeichnend. Trittenwein: „Jedes Unternehmen braucht eine Website, die sicher, schnell und für Suchmaschinen optimiert ist. Wenn dich Google nicht findet, existierst du nicht.“
Die Automatisierung hat in Unternehmen schon lange Einzug gehalten. Bereits jetzt gibt es auch in Österreich schon Portale, die komplett digitalisiert sind. „Menscheln“ tut es da nur noch in Blogs oder in Printprodukten. Vorausgesetzt, man will noch Meinungen lesen. Obwohl Österreich in der Digitalisierung den skandinavischen Ländern um mindestens zwei Jahre hinten nach ist, sieht Trittenwein für steirische Firmen durchaus Chancen auf Erfolg in diesem Sektor: „Ich war zwei Jahre in Finnland. Die haben ja dort auch nicht viel außer Bäume. Die Steiermark hat die Industrie.“

Der Idealfall ist, wenn ein Produkt mit einem individuellen Service-System für den Kunden kombiniert wird. Und jeder Klein- und Mittelbetrieb hat die Möglichkeit, dies zu tun. Ein gutes Beispiel kommt aus dem Bereich der Drucker: Digitale Systeme erkennen, wann die Patronen leer werden, und geben rechtzeitig die Information an den Kundendienst weiter. Der digitale Trend gestaltet sich für Firmen also durchaus positiv, aber wie sieht es mit den Nutzern aus? Für Nutzer von Facebook kann Trittenwein nur den Rat geben, vorsichtiger zu sein: „Für alles, was im Internet gratis ist, zahle ich mit Daten. Die Menschen müssen sich dessen endlich bewusst werden und intelligenter werden. Sicherheit gibt es, wenn überhaupt, nur mit unterschiedlichen Passwörtern. Die Sicherheit für den Arbeitsplatz ist ein anderes Thema. Fakt ist für den IT-Experten aber auch, dass die Online-Anbieter unsere Wirtschaft und vor allem den regionalen Handel schwächen. Denn diese verkaufen im Internet nichts.



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