Foto: Wohlgemut
Foto: Wohlgemut

AN DIE TAFEL
Das WIKU Graz organisierte eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aller Parteien zur ­Grazer Gemeinderatswahl. Mehr als 300 Schüler konnten sich ein Bild von den politischen Themen machen.

Politik macht Schule

Das nennt man politische Bildung! Der Schulsprecher des WIKU Graz, Alexander Peitler und Direktorin Eva Ponsold organisierten eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aller Parteien zum Thema Gemeinderatswahl. Über 300 Schüler hörten sich an, was die Stadtpolitik zu sagen hat.

Hartnäckig ist er in den letzten Wochen in den Büros der Parteien vorstellig geworden. Das Resultat konnte sich sehen lassen. Alexander Peitler, Schulsprecher des WIKU Graz, schaffte es gemeinsam mit Direktorin Eva Ponsold und Schülern, alle Parteien zur Podiumsdiskussion in den Turnsaal zu bringen, um den über 300 zur Wahl berechtigten Schülern einen Überblick über die Themen der bevorstehenden Gemeinderatswahl zu bieten.
Nicht nur ORF-Moderator Günter Encic, sondern auch Philip Pacanda (Piraten), Tina Wirnsberger (Die Grünen), Michael Ehmann (SPÖ), Kurt Hohensinner (ÖVP), Elke Kahr (KPÖ), Astrid Schleicher (FPÖ), Niko Swatek (NEOS) sowie Landesschulinspektorin Birgit Schwarz zollten der Organisation ihren Respekt.

PROGRAMME
Die Vertreter aller Parteien nutzten die Plattform, um ihr Programm zu vermitteln. Stadtrat Kurt Hohensinner stellte klar, dass es der ÖVP nicht darum geht „Extreme zu bedienen, sondern vielmehr sachliche Lösungen anzubieten. Immerhin sei die Volkspartei in Graz für alle da.“ Auch Stadträtin Elke Kahr (KPÖ) geht es im kommenden Wahlkampf darum, „für alle Grazer da zu sein“, und sie setzt den Fokus auf jene, die nicht so viel verdienen. Während Astrid Schleicher von der FPÖ sich in Graz nicht mehr so sicher fühlt wie vor 20 Jahren, will Stadtrat Michael Ehmann (SPÖ) „Graz noch lebenswerter machen“ und Tina Wirnsberger von den Grünen macht sich für ein „offenes Graz“ stark. Pirat Philip Pacanda fordert mehr Mitbestimmung der Bürger und NEOS-Politiker Niko Swatek forciert ein junges Graz, das die Verbote so nicht mehr hinnehmen will.
WOHNEN
Wer bis dato eine politisch tiefsinnige Podiumsdiskussion vermisste, wurde gleich eines ­Besseren belehrt: Stellvertretend dafür alleine der erste Diskussionspunkt, das Thema „Leistbares Wohnen für junge Leute“, den die Parteienvertreter über eine Stunde im Detail diskutierten.
Fazit: Dem WIKU und den Verantwortlichen muss man gratulieren, so eine Podiumsdiskussion auf die Beine gestellt zu haben. Sicher wären solche regelmäßigen Podiumsdiskussionen auch abseits von Wahlkampfzeiten ein Gewinn für Wähler und letztendlich auch für die Parteien.